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Die “Pflegetrainerin” der Klinik in Preetz hat Tipps und Tricks für pflegende Angehörige parat

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Klinik Preetz setzt auf interkulturelle Kompetenz

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Alheit kam zur Stippvisite

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Babyschlafsäcke gegen den Kindstod

Preetz. Eine Spende der Fördesparkasse und der Provinzial sorgt dafür, dass die in der Klinik Preetz geborenen Kinder künftig einen Babyschlafsack erhalten. Babyschlafsäcke bieten den Neugeborenen Geborgenheit, wohlige Wärme und einen hohen Tragekomfort.

Darüber hinaus sind sie ein wichtiger Schutz gegen den plötzlichen Kindstod, der die häufigste Todesursache von Kindern nach der Neugeborenenperiode darstellt. Neben Passivrauchen und einem an der gleichen Krankheit verstorbenen Geschwisterkind sind Bauchlage und Überwärmung des Kindes große Risikofaktoren.

Die in der Klinik Preetz ausgegebenen Schlafsäcke bieten im Gegensatz zum Federbett einen guten Schutz, da das Kind darin nicht überwärmen kann. Eltern sollten auch auf Rückenlage ihres Babys, rauchfreie Umgebung, Stillen, Schlafen im Elternzimmer – aber eigenem Bett – und die Verwendung eines Schnullers achten. Rein statistisch kann durch diese großzügige Spende ein kindlicher Todesfall pro Jahr im Kreis Plön verhindert werden. Der Hersteller hat sich verpflichtet, Baumwolle zu verwenden, die ohne chemischen Dünger auskam. Die Pflücker der Baumwolle werden wirtschaftlich nicht ausgenutzt und die Baumwolle zu absolut fairen Preisen eingekauft. Stoffherstellung, Konfektionierung und Endfertigung finden ausschließlich in Deutschland und den direkt angrenzenden Ländern statt.

Gegen den Trend: Kleine Klinik wächst ohne Verbund und Fusion

Das Erfolgsgeheimnis der Klinik Preetz

Traumergebnisse erzielt die Klinik Preetz heute, nachdem sie mehrere Jahre rote Zahlen geschrieben hatte. Ein neues Konzept brachte den wirtschaftlichen Umschwung.

PREETZ

Die Klinik Preetz ist der klassische Übernahmekandidat: kritische Größe (166 Betten), veraltete Baustruktur (50er und 80er Jahre) und in Trägerschaft eines Landkreises (Plön in Schleswig-Holstein).
Der Kreis jedoch hat an seiner Klinik festgehalten und damit Erfolg gehabt. Die Patientenzahl ist seit 2005 um 24 Prozent gestiegen, die Erlöse um 45 Prozent.
Das sind Traumergebnisse, die wohl kaum ein anderes Haus der Grund- und Regelversorgung in Deutschland aufweisen kann.

Kein Verbund, kein Outsourcing

Geschäftsführer Hermann Bölting bleibt jedoch bescheiden und verweist auf die niedrige Basis, auf der man in Preetz 2005 mit einem neuen Konzept aufbauen konnte.
Tatsächlich waren es nur 6745 stationäre Patienten, die man damals stationär versorgte. Der Umsatz betrug 18,6 Millionen Euro.
Doch im Gegensatz zu anderen Krankenhäusern kommt das Wachstum in Preetz ausschließlich aus schon bestehenden Abteilungen – Umwidmungen oder neue Stationen, die in anderen Häusern oft für Wachstum sorgen, gab es in Preetz nicht. Was also ist das Erfolgsgeheimnis des Hauses?

› Verbund? Fehlanzeige. Die Klinik Preetz arbeitet autonom und kann keine Synergieeffekte nutzen wie etwa Häuser der großen Konzerne.

› Monopolstellung? Fehlanzeige. Große Krankenhäuser in Kiel und Neumünster befinden sich in erreichbarer Nähe für die 17.000 Einwohner der Kleinstadt.

› Outsourcing? Fehlanzeige. Das Haus beschäftigt noch eigenes Küchen- und Reinigungspersonal.

Preetz setzt auf Vertrauen

Statt zu entlassen oder sein Heil unter dem Dach eines großen Konzerns zu suchen, setzt Preetz auf Vertrauen – und zwar bei den Patienten und den niedergelassenen Ärzten.
“Unsere Aufgabe ist die Grund- und Regelversorgung, darauf konzentrieren wir uns. Wenn eine bessere Versorgungsmöglichkeit besteht, verlegen wir. Das wissen unsere Patienten und unsere Einweiser”, sagt Bölting.
Der Klinikmanager führt das Vertrauen der zuweisenden Ärzte auch auf die Kontaktpflege durch seine Chefärzte zurück. Die diskutieren mit den Praxisinhabern der Region auf Ärztestammtischen und bieten ihnen Fortbildungen in der Klinik an.
Nach einem Eingriff sind schnelle Informationen für die einweisenden Ärzte selbstverständlich. Statt auf anonyme Einweiserportale setzt man in dem kleinen Haus auf telefonische Erreichbarkeit.
Direkt neben dem Krankenhaus wurde 2009 ein Ärztehaus gebaut, in dem Praxen mit sechs Kassenarztsitzen untergebracht sind. Ganz bewusst ist kein Allgemeinmediziner dabei, um niemanden einseitig zu bevorteilen.

Neues Konzept legt Grundstein für den Erfolg

Die Meinung der Patienten wird wie in großen Häusern über Befragungen erhoben. Dabei loben die Patienten die persönliche Atmosphäre.
“Bei uns rauscht keine große Gruppe zur Visite ins Zimmer, sondern der Arzt setzt sich schon mal auf die Bettecke für ein persönliches Gespräch”, beschreibt Bölting den Unterschied.
Trotz der überschaubaren Größe ist das Krankenhaus Preetz der größte Arbeitgeber der Region. 450 Mitarbeiter, darunter 40 Ärzte, sind im Krankenhaus selbst beschäftigt.
Hinzu kommen noch 190 Mitarbeiter, die im Alten- und Pflegeheim sowie im Rettungsdienst der gGmbH angestellt sind.
Den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Klinik legte Preetz mit einem neuen Konzept, als der Kreis Plön als Träger darüber diskutierte, welche Zukunft das kleine Krankenhaus haben könnte.
Damals erwirtschaftete die Klinik über mehrere Jahre Defizite. Alles schien damals möglich, auch ein Verkauf oder ein Austausch des Managements. Stattdessen vertraute man einem Konzept der Klinikspitze, das auf Kosteneinsparungen, kurze Wege und leistungsbereite Mitarbeiter setzte.

Gestraffte Entscheidungsstrukturen

Zugleich wurde das Haus in eine gGmbH umgewandelt, womit die Entscheidungsstrukturen gestrafft wurden. 2006 gelang die Trendwende, in den Folgejahren gab es ausschließlich schwarze Zahlen.
Die für viele Krankenhäuser problematische Suche nach Fachkräften ist durch die Nähe zu Kiel noch vergleichsweise entspannt. Rund 80 Prozent der in Preetz beschäftigten Ärzte wohnen in der Landeshauptstadt.
Allerdings kann in einem Krankenhaus dieser Größe der Ausfall von einzelnen Kräften kaum kompensiert werden.
Bölting ist realistisch genug zu wissen, dass die erfolgreichen Jahre für Preetz kein Automatismus sind.

Er erwartet, dass die schwierigen Rahmenbedingungen für den stationären Sektor das Überleben für ein Krankenhaus mit 169 Betten in Zukunft nicht leichter machen.

© Dirk Schnack

Diabetes Nurse – gefragte Spezialistin

Klinik Preetz: Neustrukturierung der chirurgischen Abteilungen

Mit dem Eintritt des bisherigen Chefarztes der Abteilung Allgemein- und Unfallchirurgie, Herrn Dr. Stefan Linkenbach, in den Ruhestand werden die Führungspositionen der bisherigen chirurgischen Abteilungen zum 01.10.2012 neu strukturiert. Herrn Dr. Linkenbach oblag die Leitung der Abteilung über mehr als 20 Jahre. Chefarzt der Abteilung für Unfall- und Gelenkchirurgie ist dann der bisherige Ltd. Oberarzt Dr. Uwe Kaeßmann, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie der bisherige Ltd. Arzt Dr. Franz G. Rolfes. Herr Dr. Rolfes steht bereits seit 2005 der Abteilung Visceralchirurgie leitend vor.

Durch die Neustrukturierung stellt die Klinik Preetz die Weichen für eine auch zukünftig umfassende Patientenversorgung auf den Gebieten der Allgemein-, Visceral-, Unfall- und Gelenkchirurgie. Dr. Uwe Kaeßmann ist ausgewiesener Spezialist für Gelenkchirurgie mit dem Schwerpunkt der Knie-, Schulter- und Hüftendoprothetik. Das Spektrum seiner Abteilung umfasst des Weiteren die operativen Spiegelungen von Schulter- und Kniegelenken einschließlich Kreuzbandersatz. Ein weiterer großer Schwerpunkt ist die moderne Versorgung von Knochenbrüchen im Bereich der Extremitäten sowie der Aufrichtungsoperationen bei Wirbelkörperbrüchen.

Beruflicher Werdegang des Herrn Dr. Kaeßmann:

- geboren in Göttingen

- Medizinstudium in Heidelberg

- Approbation 1991

- Facharzt für Chirurgie 1997

- Facharzt für Unfallchirurgie 2000

- berufliche Stationen: Bad Segeberg, Kiel, Berlin,

- seit 2009 als Ltd. Oberarzt in der Klinik Preetz

In der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie werden hochspezialisierte Eingriffe des gesamten Magen-Darm-Traktes und der Schilddrüse durchgeführt. Insbesondere minimal-invasive Verfahren (“Schlüssellochchirurgie”) an Magen, Darm, Gallenblase und bei Bauchwandbrüchen bilden neben der Tumorchirurgie des Magen-Darm-Traktes den Schwerpunkt der operativen Tätigkeit. Darüber hinaus deckt die Abteilung natürlich auch das komplette Fachgebiet der Allgemeinchirurgie von der Einpflanzung von Kathetersystemen für Chemotherapien über Lymphknotenentfernungen bis zur Versorgung von Steißbeinfisteln und Hämorrhoiden ab.

Beruflicher Werdegang des Herrn Dr. Rolfes:

- geboren in Cloppenburg

- Medizinstudium in Kiel

- Approbation 1991

- Facharzt für Chirurgie 1998

- Facharzt für Visceralchirurgie 2002

- berufliche Stationen: Universitätsklinikum Kiel (1989 – 2004), ab 2001 als Oberarzt

- seit 2005 Ltd. Arzt in der Klinik Preetz

Mit der neuen Leitungsstruktur stellt sich die Klinik in Preetz den modernen Erfordernissen einer sich immer weiter spezialisierenden Medizin ohne die besondere Prägung der Klinik, das familiäre und menschliche Miteinander, zu vernachlässigen.

 

(gez. Bölting)

Geschäftsführer

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